Entlohnung ist neben der Arbeitszeit einer der wichtigsten Einflussfaktoren für das Arbeitsklima in einem Unternehmen. Über Lohn- und Gehaltserhöhungen freut sich jeder Mitarbeiter. Sie versorgen die Angestellten schließlich mit mehr Geld als ihnen bisher zur Verfügung stand. Geschäftsführer und Personalverantwortliche nutzen dieses einfache, sowie altbewährte Mittel, um zum einen interessante Arbeits- und gehaltsabrechnung1neue Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu gewinnen und/oder unentbehrlich gewordene Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Der positive Effekt und die Freude über eine Lohnerhöhung verschwinden jedoch meist abrupt, wenn Mitarbeiter ihre aktualisierten Lohnabrechnungen erhalten, denn nach Abzug von Lohnsteuern und Sozialabgaben bleibt manchmal noch nicht einmal die Hälfte dieser Gehaltserhöhung übrig. Den Arbeitgeber kosten sie hingegen viel Geld. Er muss auf den Bruttolohn des Mitarbeiters zusätzlich noch seinen Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Daher ist es allzu verständlich, dass sich viele Arbeitgeber gegen weitere Gehaltsforderungen ihrer Mitarbeiter möglichst lange sträuben. Zurück bleiben des Öfteren Frust und Demotivation und auf beiden Seiten schwelt eher wachsende Unzufriedenheit.

Um solchen Situationen zu entgehen, bietet sich eine sogenannte „Entgeltoptimierung“ (Nettolohnoptimierung) geradezu an. Sie ermöglicht den Arbeitgebern, ihre Lohnnebenkosten zu senken bzw. sogar ganz einzusparen. Entgegen einer theoretisch angenommenen klassischen Lohnsenkung gegenüber einer gezielten Brutto-Lohnabsenkung mit Netto-Auffüllung profitieren von der Entgeltoptimierung immer auch die Arbeitnehmer. Es kommt also zu einer Win-Win-Situation, von der in nahezu allen Fällen beide Seiten gleichzeitig einen enormen Nutzen haben.

Dazu wird entweder ein Teil des bisher gezahltengehaltsabrechnung Bruttogehaltes gesenkt und durch sogenannte „Sachleistungs“ Entgeltbausteine (Module) ersetzt oder diese einfach auf das bisherige Gehalt als Erhöhung aufaddiert. Der eigentliche Sinn und Nutzen besteht darin, dass für diese Entgeltbausteine grundsätzlich keine Sozialversicherungs-Abgaben abgeführt werden müssen und sie obendrein entweder gar nicht oder nur teilweise (pauschal) zu versteuern sind. Das wiederum hat den enormen Vorteil, dass diese Gehaltsbausteine quasi ‚brutto für netto‘ und damit 1:1 bei den Beschäftigten ankommen. Bei den Entgeltbausteinen oder auch Entgelt-Modulen handelt es sich in der Regel um bereits seit vielen Jahren politisch beschlossene, klar definierte und auch gesetzlich vorgegebene Sachleistungen, die ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer zusagen darf. Am gängigsten sind zum Beispiel (nur Auszug):

  • Tank- oder Fahrtkostengutscheine
  • Internetpauschalen
  • Telefonpauschalen
  • Kinderbetreuungszuschüsse
  • Einkaufs- oder Essensgutscheine
  • Werbungszuschuss
  • hauseigene Betriebsrenten
  • Bonifikationen, Feiern, Geschenke
  • Erholungsbeihilfen
  • Gesundheitsprävention
  • u. v. m.

In Zeiten wie heute, in denen nahezu alles teurer wird und immer mehr Menschen genauer auf ihre Ausgaben achten, wird es immer wichtiger, auf Möglichkeiten wie einer Entgelt-Optimierung zu schauen. Für die Arbeitnehmer bedeutet das, dass sich ihr frei verfügbares Einkommen spürbar erhöht und sich ihr Lebensniveau insgesamt verbessert. Die Vorteile für den Arbeitgeber sind zum einen die Senkung seiner Personalkosten und sicherlich auch die höhere Mitarbeiterzufriedenheit und deren Motivation. Auch Nebeneffekte wie höhere Unternehmensidentifikation (corporate identity) z.B. durch Aufdruck von Firmenlogo und Slogan auf Karten und Gutscheinen (Employer-Branding) tragen meist zu einem besseren Betriebsklima bei.

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